Waldverein erkundet bei Zwei-Tages-Fahrt Bamberg und Würzburg
Vor dem historischen Bamberger RathausEine stattliche Anzahl an Mitgliedern der Waldvereinssektion Freyung machte sich kürzlich auf, Bamberg und Würzburg zu erkunden. Bei hochsommerlichen Temperaturen ging es in aller Frühe Richtung Oberfranken. In Bamberg wurden die Ausflügler bereits von Stadtführern erwartet. Diese versorgten die Reisenden nicht nur mit historischen Fakten sondern auch mit der einen oder anderen Anekdote, die darauf schließen ließen, dass sich die einfachen Leute von anno dazumal, abgeschottet von der Herrschaft durchaus zu wehren wussten. Wie die Geschichte vom alten Rathaus, das so gewitzt geplant und im „Niemandsland“ auf einer künstlichen Insel direkt in die Regnitz gebaut wurde, so dass die hohe Herrschaft nichts dagegen unternehmen konnte. Droben am Domberg war der Rosengarten zu bewundern, ein botanisches Kleinod, in dem es sich gut flanieren ließ. Hier öffnete sich auch der Blick auf die sieben Hügel, nach denen die Städteplaner des Mittelalters Bamberg als deutsches Rom darstellten.
Am Abend konnten sich die Reisenden ein Bild davon machen, warum Bamberg auch als Bierstadt bezeichnet wird. Schließlich gilt Franken als Heimat der Biere mit der größten Brauereidichte und dem größten Angebot an Biersorten. In den Gassen der Altstadt reihen sich Bierschänken und Lokale aneinander und ein lustiges Völkchen genoss den Sommerabend.
Auf der Alten Mainbrücke in Würzburg vor einer der historischen Heiligen-StatuenAm nächsten Morgen ging die Reise weiter nach Würzburg. Hier hatte die Gruppe das Glück, Zeuge eines großen Ereignisses zu werden: die Prozession mit den Schädeln der Gründer von Würzburg, dem Heiligen Kilian und seinen Gefährten Kolonat und Tonan. Die Reliquien werden einmal im Jahr während der Kiliani-Wallfahrtswoche, durch die Stadt zum Dom getragen. Im Gegensatz zu Bamberg, das im Zweiten Weltkrieg nur wenig Zerstörung erleiden musste, wurde Würzburg am 16. März 1945 in nur 20 Minuten durch einen alliierten Bombenangriff in Schutt und Asche gelegt. Das zeigt sich bis heute in der Architektur der Innenstadt. Es gibt nur wenige originalgetreu wiedererbaute Gebäude, eine eindrucksvolle Ausnahme ist das „Haus am Falken“, das in voller Pracht wiederhergestellt wurde.
Der abschließende Höhepunkt der Bamberg-/Würzburgreise war die Besichtigung der Residenz, die von 1720 bis 1744 nach Plänen Balthasar Neumanns erbaut worden ist.

