Radeln und Wandern in der Wachau
Sektion Freyung war zwischen Weinbergen, Geschichte und Donauglanz unterwegs – Aufgeteilt in drei Gruppen
Spitz in der Wachau, Ausgangspunkt der WanderungenDie Wachau zeigte sich an diesem Tag von ihrer eindrucksvollsten Seite: sanft geschwungene Weinberge, lichte Wälder, das silbrige Band der Donau und darüber ein Himmel, der immer wieder in warmen Sommerfarben aufleuchtete. In dieser besonderen Landschaft machten sich 38 Mitglieder der Sektion Freyung des Bayerischen Wald-Vereins auf den Weg in die Wachau – in drei Gruppen, die alle ihre eigene Perspektive auf diese einzigartige Kulturlandschaft erleben durften.
Wandergruppe 1: Von Spitz nach Wösendorf
Mitglieder der Wanderergruppe 1 genießen den Blick auf die DonauDie erste Gruppe unter der Leitung von Wanderführerin Marita Schiller und Stefan Sälzer startete in Spitz und folgte den Pfaden durch Weinrieden, die in der Morgensonne wie mit Gold überzogen wirkten. Der Duft von warmem Boden und reifen Brombeeren begleitete die Wanderer, während sich der Blick weit über das Donautal öffnete. Alte Trockensteinmauern, verstreute Presshäuser und die Stille zwischen den Rebstöcken verliehen dieser Route eine besondere Poesie. Schritt für Schritt näherte man sich Wösendorf, dessen historische Dächer schon von weitem grüßten.
Wandergruppe 2: Von Spitz nach St. Michael
Wandergruppe 2 vor dem AufbruchPeter Dillinger nahm sich der zweiten Wandergruppe an, die eine kürzere, aber ebenso eindrucksvolle Strecke wählte. Der Weg führte entlang der Donau, vorbei an schattigen Uferbereichen und lichten Hanglagen. Besonders eindrucksvoll war der Halt an der Wehrkirche St. Michael, einem der ältesten sakralen Bau-werke der Wachau. Hier schien die Zeit für einen Moment stillzustehen – ein Ort, an dem Geschichte und Landschaft eine stille, kraftvolle Einheit bilden.
Radlgruppe: Von Ybbs nach Dürnstein
Radfahrer unterwegs auf dem DonauradwegZehn Radfahrer starteten in Ybbs und folgten Franz Uhrmann auf dem Donauufer flussabwärts. Der Fahrtwind trug den Duft von Wasser und Sommer mit sich, wäh-rend die Gruppe an Auenlandschaften, kleinen Ortschaften und weiten Feldern vorbeizog. Immer wieder bot die Donau neue Lichtspiele, mal glitzernd, mal ruhig und spiegelnd. Die letzten Kilometer Richtung Dürnstein führten durch eine Szenerie, die wie gemalt wirkte: malerische Dörfer, Burgruinen, Weinberge und das markante blaue Turmensemble der Stiftskirche.
Aufgang von der Donau zur Altstadt von DürnsteinAm Nachmittag trafen dann alle Gruppen in Dürnstein zusammen. Die historische Altstadt lud zum Erkunden ein. Viele nutzten die Zeit, um die Atmosphäre dieses Ortes auf sich wirken zu lassen.
Blick zur Ruine DürnsteinDen Abschluss bildete die Einkehr im Klosterkeller, wo die Tour bei regionalen Spezialitäten und guten Gesprächen kulinarisch ausklang. In der kühlen, stimmungsvollen Atmosphäre des Biergartens wurde noch einmal spürbar, wie sehr diese gemeinsame Unternehmung verbindet: Menschen, Landschaft und der Genuss eines Tages, der lange nachklingen wird: „Wer sich auf den Weg macht, findet mehr als ein Ziel – er findet Augenblicke, die bleiben.“
Fotostrecke Wanderer
Fotostrecke Radfahrer

