Wandern

Wald-Verein zu Besuch auf der Saldenburg

Zu Besuch auf der Saldenburg - Sektion Freyung erhält Führung

00 BWV FRG Burgfuehrung SaldenburgKultur, Sagenwelt und Wandern standen auf dem Programm der Organisatorin Rita Weiß und so erlebten 24 Mitglieder der Sektion Freyung gleich mehrere Highlights: eine Führung durch die Saldenburg, deren Name mit „Glücksburg“ übersetzt wird, die Besichtigung der Felsformation mit „Opferschalen“, die Erkundung des Schrazlgangs und eine Wanderung um den Burgensee und den Burgberg.00 IMG 20260911 WA0003 BWV FRG Info Burgfuehrung Saldenburg

Ausgangspunkt war der Wanderparkplatz in Saldenburg, von wo die Gruppe bergwärts zur „Waldlaterne“ marschierte und dort von Burgführer Andreas Klessinger erwartet wurde. Während der Besichtigung der teilweise prunkvollen Räume des Wohnturms, der nunmehr als Jugendherberge genutzt wird, erzählte Klessinger mit großem Sachverstand, jedoch keinesfalls trocken, Fakten und Sagen zur Burg: ab 1368 von Ritter Heinrich Tuschl von Söldenau im Auftrag des Grafen von Hals erbaut zur Sicherung einer Handelsstraße nach Böhmen sowie als Grenzbefestigung zum Hochstift Passau.

Die anderthalbstündige Führung begann im Eingangsbereich und ging über die Kuchl, zu den beiden Speisesälen in die Kapelle und zur Kemenate. Hier erfuhren die interessierten Teilnehmer unter anderem von der „weißen Frau“, die nach wie vor durch die Burg geistern soll, weil sie von ihrem Ehemann aus Eifersucht hier eingemauert wurde. Aber auch lustige Anekdoten aus Klessingers Zivildienstzeit in der Burg gab der „Burgherr“ zum Besten.

Anschließend wurde der kleine Aussichtsturm bestiegen. Von hier genoss man den schönen Blick auf die umliegenden Berge des Dreiburgenlandes. Nächster Besichtigungspunkt war der Felsen „mit Opferschalen“ gleich unterhalb des Aussichtsturms. Auch um diesen Felsen ranken sich die unterschiedlichsten Sagen: Von Göttinnen, die hier residierten bis zu Opferstätten. Die Zeit drängte und deshalb eilte die Gruppe zu den Autos, um zum Gasthof Klessinger in Hundsruck zu fahren. Hier war das Mittagessen bestellt – aber auch ein besonderes Schmankerl erwartete die Waldvereinsmitglieder: der Erdstall (Schrazlgang) im Keller des Gasthauses. Die meisten besichtigten den Gang nur vom Eingang und per Video, aber ein paar trauten sich den niedrigen und schmalen Durchschlupf zumindest ein paar Meter zu erkunden.

Nach dem hervorragenden Essen teilte sich die Gruppe in Wanderer und Heimfahrer. Zwölf Wanderer fuhren zurück nach Saldenburg und erkundeten bei einer einstündigen Wanderung zunächst den wunderschön angelegten Freizeitpark mit Badesee und anschließend folgte die Burgbergumrundung mit Aussichtspunkt.

Ein rundum gelungener Ausflug, an den die Teilnehmer noch gerne denken werden.

Fotos und Text: Rita Weiss

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